Auslandspraktikum

Vier Wochen in Münster

  • Verfasser: Michael Rindfleisch
  • Lehrberuf und Standort: Kfz-Mechatroniker in Hall in Tirol
  • Praktikumszeitraum: 25.06–20.07.2018

 

Von Innsbruck über den Fernpass auf die A7, dann etliche Kilometer geradeaus bis nach Kassel, kurz Richtung Westen, dann nochmals nach Norden und nach guten 800 Kilometern war ich im westfälischen Münster angekommen, wo ich vier Wochen lang ein Praktikum absolvieren durfte. Eine lebendige, schöne und geschichtsträchtige Stadt zwischen Dortmund und Osnabrück und mittendrin eines der modernsten Autohäuser Deutschlands, genauer gesagt die Mercedes-Benz Niederlassung der Beresa-Gruppe.

An meinem ersten Arbeitstag wurde ich von der Lehrlingskoordinatorin Frau Hagel begrüßt und in die Welt der Beresa-Gruppe eingeführt. Ich bekam ein Willkommensgeschenk, eine Praktikumsmappe mit allen Infos zur Firma und einen Plan über die kommenden vier Wochen, einerseits über meinen beruflichen Einsatz, andererseits auch über das geplante und abwechslungsreiche Freizeitprogramm mit den Azubis. Die erste Woche durfte ich am Nutzfahrzeugstandort verbringen. Neben der mir komplett unbekannten Tätigkeit im Lkw- und Bussektor faszinierte mich die Schichtarbeit und Werkstattöffnungszeiten bis 22:00 Uhr.

Die Woche darauf ging es an einen Standort, welcher knapp 30 Kilometer außerhalb von Münster liegt. Hier arbeitete ich mit einem kleinen und sehr familiären Team zusammen. Auch hier merkte man deutlich den Spirit, den die Marke Beresa vertritt. Die Bindung der Mitarbeiter zur Marke und das Vertrauen in ihren Arbeitgeber ist sehr positiv. Ich wurde vom ersten Tag an miteingebunden und fühlte mich sehr willkommen.

In der dritten Woche stand die Ausbildungsfahrt mit allen Azubis des zweiten und dritten Lehrjahres in das Mercedes Benz Lkw-Werk nach Wörth am Programm. Sowohl knapp 50 Azubis als auch die Verkaufsleiter für Nutzfahrzeuge und die Lehrlingskoordinatorinnen waren auf dieser Reise mit. Neben einigen spannenden Fachgesprächen witzelte man über die österreichische Sprache und erzählte mir von Kindheitserinnerungen an den Skiurlaub in Österreich.

Zuletzt durfte ich noch eine Woche am Hauptstandort in Münster mitarbeiten. Dort bekam ich eine ausgiebige und detailreiche Führung durch den sehr modernen Gebäudekomplex. Mir wurde Einsicht in den Ablauf der Dialogannahme und in die täglichen Werkstattabläufe gewährt.

Das Auslandspraktikum war eine meiner spannendsten Erfahrungen und zeigte mir erneut die Möglichkeiten, welche einem eine Lehre bietet, auf. Im Vorfeld meines Praktikums durfte ich nach Salzburg reisen und den Personalentwickler Stephan Handstanger sowie die HR-Abteilung kennenlernen. In Salzburg bekam ich einen guten Einblick in die Dimension des Pappas-Konzerns und die vielfältigen Neuerungen im Bereich der Personalentwicklung und Lehrlingsausbildung. Ich hatte die Möglichkeit Blogeinträge über meine Erfahrungen zu schreiben und bekam von hochrangigen Pappas-Mitarbeitern Feedback und Fragen gestellt. Trotz meiner Position als Auszubildender hatte ich das Gefühl, mich aktiv einbringen zu können und mitzuwirken.

Während des Aufenthaltes konnte ich mit einigen interessanten Personen von Beresa in Kontakt treten. Es gab viele Gespräche mit Standortleitern und Werkstättenmeistern und ich wurde sogar zu einem Treffen mit einem der Geschäftsführer eingeladen. Es entstanden Kontakte und Freundschaften.

Zurück im Betrieb wurde ich sehr herzlich willkommen geheißen und freute mich über das Interesse. Ich führte ausführliche Gespräche sowohl mit unserem Betriebsleiter als auch unserem Werkstättenmeister und Lehrlingsbeauftragten. Viele Kollegen und Mitarbeiter aus diversen Abteilungen stellten mir Fragen zu den Arbeitsabläufen und meinen Erfahrungen bei Beresa.

Das Auslandspraktikum war ein voller Erfolg und brachte mir noch mehr Eindrücke als erwartet. Die Arbeit, meine Motivation und die Anerkennung im Betrieb nehme ich nun deutlicher wahr. Ich schätze die Ausbildung in einem Betrieb mit solchen Möglichkeiten und einem derart positiven Arbeitsklima. Abschließend möchte ich mich bei den beteiligten Personalentwicklern bei Beresa und Pappas, Frau Hagel und Herrn Handstanger, recht herzlich für diese einzigartige Erfahrung bedanken. Hoffentlich bekommen noch viele weitere Lehrlinge und Azubis die Möglichkeit an diesem hervorragenden Programm teilzunehmen.

Mit den besten Grüßen,

Michael Rindfleisch